Triathlon während einer Pandemie: So trainieren die Speedkids aktuell

Die elf hochmotivierten Jungs der Speedkids sind, trotz der Pandemie, fleißig am trainieren. Nachdem letzte Woche das aktuelle Training des Jugendteams vorgestellt wurde, kommt nun die nächste Jugendgruppe der Triathlon Abteilung, die Speedkids. Auch das Trainerteam der Speedkids, stand vor einer neuen Herausforderung, als Anfang November jeglicher Trainingsbetrieb des TSV Amicitia Viernheim beendet wurde. Doch die Trainer*innen um Headcoach Nicolas Honsowitz fanden schnell Alternativen für die zehn bis elf Jahre alten Athleten der Speedkids.

Athletiktraining alleine aber als Team

Eine dieser Alternativen ist das Athletiktraining über die Videokonferenz-Software Discord. Jeder trainiert alleine bei sich zu Hause vorm Computer oder Handy, aber dennoch trainieren alle zusammen als Team, verbunden über Discord. Zweimal pro Woche treffen sich die Speedkids virtuell für ihr Athletiktraining. Für gute Stimmung ist auch immer gesorgt, ein sogenannter Bot, ein Stück Software das in diesem Fall eigenständig Musik widergibt, spielt eine bunte Auswahl der Lieblingslieder der Athleten. Für die richtige Ausführung der Übungen gab es zum Einstieg in das virtuelle Training eine Videosammlung, erstellt von Nicolas Honsowitz, Daniel Müller und Matthias Thome, die die richtige Technik der einzelnen Athletikübungen erklärt und vorzeigt. Auch wenn das Athletik-Training in ungewohnter Weise online stattfindet, freut sich Trainer Nicolas Honsowitz, dass „das Athletiktraining von Anfang an sehr gut besucht ist.“

Selbstständiges Trainieren als Ersatz zum Präsenztraining

Das zweite Standbein des aktuellen Trainingsmodells der Speedkids beruht auf der selbstständigen Ausführung aller anderen Trainingseinheiten. Eine Radausfahrt am Wochenende, ein Dauerlauf hier, eine Intervallserie da, alles von jedem Athlet selbstständig ausgeführt. Hier lobt Nicolas Honsowitz die Speedkids für ihren großen Grad an Selbstständigkeit, aber bedankt sich auch bei den Eltern: „Klar sind da die Eltern auch involviert. Ohne die würde es wahrscheinlich gar nicht gehen. Deswegen an dieser Stelle auch ein Dank an die Eltern.“

Allerdings darf auch beim selbstständigen Trainieren die Technik nicht vernachlässigt werden. Auch hierfür wurde wieder eine kleine Videosammlung erstellt, die die korrekte Lauftechnik verdeutlichen soll. Dennoch ist man als Trainer, in Sachen Technikverbesserung, ein Stück machtlos, wenn die Athleten nur vor dem Bildschirm zu sehen sind. Trotzdem gibt sich Nicolas Honsowitz optimistisch: „Wir haben beim Laufen ganz gute Fortschritte gemacht, trotz dass wir nicht im Live-Training waren.“

Ein Drittel fehlt

Laufen, Radfahren, aber auch Athletik lassen sich den Umständen entsprechend relativ unkompliziert weiter trainieren – im Gegensatz zum Schwimmen. Seit Anfang des Lockdowns hat das Viernheimer Hallenbad für den regulären Vereinsbetrieb geschlossen, Ausnahme sind hier aktuell das Bundesliga-Team und das Regionalliga-Team des TSV Amicitia Viernheim. Auch Trainer Nicolas Honsowitz merkt den Mangel der ersten Disziplin an: „Es ist natürlich sehr schade, dass vor allem das Schwimmen, das in diesem Alter besonders wichtig ist, nicht trainiert werden kann.“

Die Speedkids bei ihrem ersten richtigen Training seit Anfang November

Dennoch gib es einen Lichtblick. Seit letzter Woche dürfen alle Athlet*innen unter 15 Jahren wieder trainieren, das heißt, auch die Speedkids haben seit letzter Woche wieder Training in Präsenz, wenn auch nur Laufen im Stadion. Schwimmen und Radfahren ist derzeit aufgrund der Verordnung des Landes Hessen noch nicht möglich. Auch das Trainerteam erhofft sich eine baldige Rückkehr zu mehr Kontinuität im Alltag, um ihren Athleten wieder regelmäßiges, qualitativ hochwertiges Training bieten zu können. Nicolas Honsowitz hofft, zumindest in derselben Form, wie es letzten Sommer der Fall war, wieder Training geben zu können. Natürlich gelte dies alles unter dem höchsten Vorrang der Gesundheit der Athleten und Trainer*innen. Ob dies tatsächlich möglich sein wird, gilt es mit Blick auf die aktuell wieder steigende Corona-Inzidenz, abzuwarten.



Auch wenn das Trainerteam am liebsten wieder vollständiges Training in Präsenz anbieten würde, freut es sich darüber, dass das aktuelle Trainingsmodell so gut funktioniert und arbeitet weiter daran, das Beste aus der aktuellen Situation zu machen. In jedem Fall sind laut Headcoach sportliche Fortschritte der Athleten zu erkennen, auch wenn es sich nur um eine Alternativ-Lösung handelt.