TSV Amicitia: Viernheimer Bundesliga-Triathletinnen landen sensationellen Sieg

Das war ein Auftakt nach Maß für die Erst- und Zweitliga-Triathletinnen des TSV Amicitia Viernheim: Zum Saisonstart unter Corona-Bedingungen gab es bei einem virtuellen Radrennen einen souveränen Sieg der Viernheimer Bundesliga-Starterinnen Eva Estler, Lena Gottwald, Kathrin Halter und Simone Hofmann. Das Zweitliga-Team mit Kim Heidemann, Nina Heidemann, Raja Neumann und Sophie Stößer fuhr in der Wertung der 2. Liga Süd der Frauen auf Platz drei.

Die Erstliga-Damen des TSV Amcitia, das „Sigma Sport Team Viernheim“, gewannen nicht nur die Teamwertung, sondern brachten in einem Feld von rund 40 Erstliga-Starterinnen auch drei Athletinnen in die Top Ten: Einzelsiegerin Eva Estler, Lena Gottwald (4.) und Kathrin Halter (6.).  Simone Hofmann schaffte einen ebenfalls hervorragenden 12. Platz unter den Erstliga-Starterinnen. Team-Kollegin Leana Bissig, die außerhalb der Wertung mitfuhr, wäre 19. geworden.

Diese Handy-Fotos schickten die siegreichen Starterinnen des TSV Amicitia Viernheim kurz nach dem Rennen (v.l.): Lena Gottwald, Simone Hofmann, Eva Estler und Kathrin Halter.

Die schnellste Bundesliga-Athletin bei den Frauen, Eva Estler, freute sich den dem Rennen: „Das ist natürlich mega cool und ich freue mich sehr. Ich habe zum Schluss alles gegeben und es ist toll, dass es gereicht hat. Es hat mich sehr motiviert, dass zum Schluss noch einige meiner Team-Kolleginnen dabei waren und wir – wenn auch nur virtuell – in einer Gruppe fahren konnten.“ Gefahren wurde auf Smart-Trainern, jeweils in den heimischen vier Wänden. Die Anforderungen des rund 40 km langen Rennens auf der Online-Plattform „Zwift“ wurden auf alle beteiligten Trainingsgeräte übertragen.

Auch Team-Manager Peter Grüber vom TSV Amicitia Viernheim war begeistert von den Leistungen seines Teams: „Wir waren davon überzeugt, dass unsere Mädels ihre Stärken auf dem Rad ausspielen können. Dass sie es so sensationell umsetzten, macht einen Team-Leiter natürlich stolz. Auch wenn es ’nur‘ virtuell war, ist es trotzdem toll, auf diesem Weg unseren Sponsoren wie auch unseren Athleten die Plattform bieten zu können. Jetzt freuen wir uns auf unser Team Wochenende und den ‚Swim+Run‘ am 26. Juli, um ins Duell mit den anderen Teams zu gehen.“

Auch das Zweitliga-Team schlug sich wacker: Teamchefin Silke Heidemann mit Kim und Nina Heidemann.

Für die vier Starterinnen des Viernheimer Zweitliga-Teams, Kim Heidemann, Nina Heidemann, Raja Neumann und Sophie Stößer, war das virtuelle Rennen absolutes Neuland. Sie fuhren in der Wertung der 2. Bundesliga Süd auf Platz drei. Team-Chefin Silke Heidemann: „Alle Mädels haben trotz technischer Schwierigkeiten und ohne Vorerfahrungen in einem Zwiftrennen mentale Stärke bewiesen und sich bis zum Ende durchgekämpft. Hut ab! Dennoch freuen sich alle auf reale Rennen!“

Screenshot aus der Online-Live-Übertragung des Zwift-Radrennens

Wegen der Coronakrise wird es in diesem Jahr in der „1. Bitburger 0,0% Triathlon-Bundesliga“ keine Saisonwertung und entsprechend auch keine Deutschen Mannschaftsmeister geben. Zudem werden die Auf- und Abstiegsregelungen außer Kraft gesetzt. Die Deutsche Triathlon Union hat unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen ein Wettkampfangebot erstellt, das aus bis zu fünf Rennen bestehen wird. Auf das Zwift-Radrennen folgt am 26. Juli ein dezentraler Swim & Run. Zudem arbeitet die Deutsche Triathlon Union darauf hin, dass reale Rennen stattfinden können.