Weltmeisterschaft Rotterdam 2017

Bei ihrem Weltmeisterschaftsdebut zeigte das Team Lena bei ihrem letzten gemeinsamen Wettkampf der Saison 2017 noch einmal was sie für eine starke Leistung erbringen können.

Als klarer Außenseiter und Neuling in der Weltspitze starteten beide Athletinnen des TSV Amicitia Viernheim  beim „Grand Final“ der Weltelite im Triathlon. Neben den U23 und Eliterennen am Freitag, Samstag und Sonntag starteten die Para- Triathleten bereits am Freitag um 10 Uhr. Der Wettkampfstart wurde wegen der schlechten Wetter- und Wasserbedingungen um eine Stunde verschoben. Die Außentemperatur betrug 12 Grad, es regnete in Strömen und im Hafenbecken herrschte starker Wellengang und eine Wassertemperatur von 17 Grad Celsius.

Als ersten gingen die Männer und Frauen mit leichter Behinderung, PT 2, an den Start. Anschließend erfolgte der Start der PT VI. Zuerst starteten die B1 Gruppe mit keinem Sehrest, 2 Minuten später erfolgte der Start der B2 gruppe starke Sehbehinderung und wieder 2 Minuten später erfolgte der Start der B3, leichte Sehbehinderung. Anschließend starteten alle anderen Behinderungen, wie Tretraleptiker, Querschnittslähmung, starke Behinderung. In den Klassen von PT 3-PT5.

Beide Lenas wurden bereits im Wasser durch zwei blinde Athleten ausgebremst, weil die ihre Wasserverbindungsschnur verloren und für den Guide Lena Kämmerer durch den Wellengang nicht ersichtlich war, dass direkt vor ihnen der Weg blockiert war. sie schwammen um die beiden Männer herum und lagen gut im Kurs auf die erste Bojenwende. Nach 17 Minuten gingen beide Viernheimerinnen aus dem Wasser. Nach 800 m durch die Wechselzone erreichten beide Lenas das Tandem. Den Neoprenanzug bereits auf dem Weg schon bis zur Hüfte heruntergezogen entledigten sie sich vollständig in kürzester Zeit. Der Zick- Zack Radrundkurs von 5 km  kam beiden Frauen sehr entgegen. Lena Kämmerer beherrscht eine perfekte Radtechnik und konnte so auf der nassen Straße Zeitpunkte gut machen. Nach knapp 36 Minuten stiegen sie vom Rad und hatten die zweitbeste Wechselzeit von der Rad-  auf die Laufstrecke. Sie gingen hinter den Australierinnen und den Spanierinnen knapp 30 Sekunden vor den Britinnen, 50 Sekunden vor den Amerikanerinnen und 1 Minute vor den Kanadierinnen auf die Strecke. Die 5 km liefen beide deutschen Athletinnen in einer Zeit von 19: 43 Minuten.

Glücklich über den gewonnenen 4. Platz kamen sie aus dem Zielbereich zu ihrem angereisten Fanclub. Weiter gingen für Deutschland an den Start: Martin Schulz, der verletzungsbedingt aufgab, Max Gelhaar landete auf Platz 3 und Maike Hausberger sicherte sich Platz 4, Nora Hansel Platz 4 und Stefan Lösler Platz 5.

Die Deutsche Delegation konnte über die Ergebnisse ihrer Debütanten und auch erfahrenen Athleten sehr zufrieden sein.